Wildnistrekking

Wildnis: Trekking für Profis

Die GAE betreibt mit Leidenschaft, Freude und Intensität die Ausbildung zum gepr.WildernessGuide (GAE) >>.

Die Ausbildung wurde für euch  mit dem Thema Wildnis intensiver und erfahrungsbasiert ausgebaut. 


Warum Ausbildung im Thema „Wildnis“? (erweiterter Auszug aus einer
unserer Lehrunterlagen)

Vom Umgang mit wilden Ansprüchen….!

Immer, wenn wir vor langen Touren anderen davon berichten, bald und endlich  wieder wochenlang offline zu sein, unsere gesamte Habe im Rucksack in den weiten Nordskandinaviens auf Berge ohne Wegen zu tragen oder wie bei einer Kanutour in Alaska „jwd“ (janz weit draußen :-)) unterwegs zu sein, wo es nichts als Wald, Flüsse, Berge und Tiere gibt, ist die Reaktion eigentlich immer gleich….die einen sagen: WOW, das würde ich auch mal gerne machen, die anderen sagen: Oh Gott Oh Gott…das ist doch gefährlich!

Die Fragen nach den vorgestellten wilden Notfällen betreffen auch nahezu immer dieselben Themen: Tiere wie Wölfe und Bären, den Beinbruch oder die Zahnvereiterung, den obligatorischen Blinddarmdurchbruch…..es geht dann um Kälte oder Hitze, Abstürzen oder Erfrieren. Wir denken darüber auch nach, z.B. in der Tourenplanung …wo habe ich was,wo bekomme ich was, was mache ich wenn ich nichts bekomme, wie helfe ich mir selber…das prüfen wir schon und planen unsere Touren sehr genau. Dass die beste Planung aber letztlich „nur“ sehr hilfreich ist, weil sich eben unterwegs alle Naselang etwas ändert oder anders kommt, das wissen wir ebenfalls sehr genau. Und so halten wir die Augen auf, hören uns um und betrachten Wetter, Wind usw.. Durch lange Jahre draußen und viel Trainings, Weiterbildungen und Übung wissen wir, dass wir gut vorbereitet sind…..und  dass andere sich uns sehr gut anvertrauen können.

Ausbildungen für Guides…..“Wildnisführer“ und andere. Ein Anbieter von einer „Wildnisführerausbildung“, die weniger als 14 Tage (!) dauert, sagte auf Nachfrage vor wenigen Jahren: ….“DAS beschreibe ich nicht so deutlich…dann verkaufe ich ja nichts mehr! Da sind so viele am Markt…..und da müssen wir gut rüberkommen. Ich beschreibe eigentlich nur tolle Sonnenaufgänge und schöne Erlebnisse….von Problemen rede ich nicht. Und es kostet mich sonst auch so viel Zeit in der Vorbereitung. Außerdem passiert sowas ja eh nur ganz selten.“
Was er meinte, war der Hinweis an Interessenten, dass Wildnis mehr Anspruch stellt als eine 4 Tage Tour auf dem Eifelsteig. Das sehen wir ganz einfach: Ehrlichkeit ist Trumpf und realistische Trainings machen Spaß. Alles andere lehnen wir ab. Eine methodisch-didaktisch gute aufgelegte, gut vorbereitete und mit genügend Spielraum geplante Ausbildungssituation ist fast so gut wie die Realität. Und genau das ist unsere Stärke. Lasst euch überraschen…wir üben intensiv und mit verdammt viel Spaß! Teilnehmerstimmen>>

Die allermeisten Touren kommen bei gut ausgebildeten Guides ohne jedes echte Problem über die Runden! 
Was er weiter meinte, waren die möglichen schwierigeren Dinge unterwegs, die eben auch mal passieren können und die dann aufwändiger sind, als bei uns mit allen Mitteln in der Nachbarschaft. Das fängt dabei an, zu wissen, wie man Probleme durch unverkrampfte Achtsamkeit vermeidet! Und dazu braucht ihr als Guide eine ordentliche, eine realistische und vor allem eine EHRLICHE Ausbildung als Guide. Eben Klasse statt Masse.

VORSICHT.WEITSICHT.UMSICHT. Das ist die Basis eurer Ausbildung bei der Guide-Academy. Wer vorher guckt, schaut später nicht komisch aus der Wäsche…..Und wer weiß, wieviel Arbeit auf einen zukommen kann, wenn er  sich doch mal versteigt, der schaut eben vorher auf den Kompass und übt es in der Ausbildung intensiv, ….oder wie man sich als Guide am 4. Tag Dauerregen, beim Auftreten von Krankheiten oder auch nur großer Unsicherheit eines Kunden gut anstellt. Wie verhalte ich mich bei einem Waldbrand…was mache ich , wenn das Kanu 200 km vor dem Ziel mit aller Ausrüstung im Baumverhau komplett zerlegt wird……mitten im Busch? Bei 6 °C kaltem Wasser??? Was muss ich wissen, was muss ich können? Was kann ich tun?

It´s not the gear making the man…it´s himself! So sagte ein kanadischer Tourenleiter. Und wir stimmen absolut überzeugt zu.
Guide sein heißt vor allem:

  • Selbstvertrauen haben
  • Wissen und Können haben
  • Zuversicht haben
  • Entscheidungen treffen zu können
  • Entscheidungen treffen zu wollen

Dinge, die eine Tour ausmachen, müssen ebenso beschrieben werden, wie die Ausbildungsinhalte eines Trainings es für euch sauber abbilden müssen. Davon sind wir überzeugt – so machen wir es auch stets!

TRAIN as you guide. Den Weg des Verschweigens und des Abmilderns von Besonderheiten unterwegs, realen Gefahren oder notwendigen Anstrengungen im Training gehen wir als Guide-Academy-Europe aus guter Erfahrung mit EUCH nicht! Guides sind keine Schwarzseher, wenn sie sich damit früh und interessiert befassen. Wer Risiken und die eigenen  Möglichkeiten kennt, ist gut aufgestellt. Und Training macht Spaß.

Seriöse Anbieter berücksichtigen die Besonderheiten des Tourengebietes und sorgen für gut ausgebildete Guides. Wie gesagt: Man kann entspannt bleiben. Die meisten Touren da draussen gehen problemlos gut, auch wenn nicht alle Guides dafür zielgerichtet trainiert wurden oder haben. Doch bekommen wir hier kaum mit, was in anderen Ländern an Trainings absolviert wird, wie viele Menschen doch zu Schaden kommen und warum.

Wir wollen EUCH durch unser intensives Training die allgemeinen Grundlagen vermitteln und euer „Wildnisdenken“ verstärken….um EUCH die Möglichkeit für tolle Touren mit Gästen zu schaffen und EUCH die Gelegenheit zu geben, übliche Fehler zu vermeiden.  Daher widmen wir uns hier einer etwas ausführlicheren Betrachtung „der Wildnis“. Viel Spaß beim Lesen….


Was ist „Die Wildnis“…

Für den einen ein mystisch überhöhter Ort der Sehnsucht, für den anderen eine Art verschärfte Wanderarena, für den nächsten der schöne wilde Nationalpark. Im Sinne der Guide-Academy-Europe ist es der Ort, wo man auf sich gestellt ist und Unterstützung von außen nur wenig gegeben ist oder eben fehlt. Wo eben die Natur die Regeln macht.
Sie steht aber auch für Ruhe, Ursprünglichkeit und Abenteuer…….für Wildtiere, Entdeckung und Wege bis zum Horizont. Einsamkeit und Selbstbewährung. Man denkt dabei an Alaskas Weite, den weiten Norden auf Spitzbergen…und die vielen schönen Hochglanzbilder in den Katalogen, die nicht mitteilen, was dahinter steht/stehen kann. Den wenigsten Menschen ist bewusst, dass sie dort weiter ausgesetzt sind, als in unzugänglichsten Klettergebiet in den Alpen! Im nordskandinavischen Fjäll ist sie meist auch ein Teil der Trekkingtour, jedoch sind die meisten Fjällgebiete durch Wanderwege und Hütten, Nottelefone und Handyverbindung „erschlossen“.
Für deutsche Maßstäbe trifft das Wort allerdings nicht zu….:-).


 
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Wildnis…auch in Nordskandinavien, Schottland, Island, Gebirgsarealen, Waldgebieten….

– weit entlegene Wege und Orte
– fehlende oder mangelnde Infrastruktur ( Kontakte, Unterkunft, Support, Wege, Transport, Sprache, Einkauf…)
– wenig /gar keine Unterstützung von außen möglich bzw. sehr verzögertes Eintreffen
– mangelnde bis gar keine, oder extrem verzögerte  medizinische Hilfe
– Improvisationsnotwendigkeit bei verlorenen/zerstörtem/beschädigtem Material
– absolute Wetterausgesetztheit
– ggf. wenig/keine Abbruchmöglichkeit
– mögliche Tierkontakte
– je nach Situation und Absicht müssen eigene, zwingende Entscheidungen getroffen werden

Je nachdem, wie weit ihr mit einer Gruppe draußen seid, dementsprechend wichtig können eure Entscheidungen werden. Ein Sehnsuchtsland für Kanu- und Wildnisfreunde ist Alaska.

Touren in Alaska, Kanada…..TRAIN as you guide.

Hier gelten für euch noch mal andere Regeln, die ihr aber sowohl im heimischen Wald, wie auch im Fjäll fast komplett trainieren könnt! „Fast “ nur deswegen, weil der freie Zugang nicht in dem Maß gegeben ist, wie es dann auf Touren ist. Wer auch nur einmal als Kanufahrer täglich abends seine Verpflegungsbox in Alaska weitab vom Lager deponiert, beim kleinen Geschäft abseits des Camps ständig den Griff an die bereit gehaltene Bärenspraykartusche erlebt hat, denkt danach anders über „Wildnisführerausbildungen“ die das nicht abbilden! Und dazu muss nichts passieren…es reicht zu erleben, wie der Tourenkumpel sich verstohlen umschaut und unruhig guckt. Das steckt an:-).
Es muss auch kein Grizzly sein…der 1-Tonnen-Elch, der nur 30 cm entfernt am Minizelt vorbeiläuft und nachts die Häringe rausfetzt, reicht vollauf um nachdenklich zu werden. Oder dieser Bericht…den viele, die noch nicht dort waren, als „Sensationsmache“ abtun. Bericht>> .Das notwendige Verhalten lässt sich auch anderen Ortes sehr intensiv üben.


Alaskaimpressionen >>


Wildnis…sie kann im weit entfernten Norden...oder von den Umständen her auch in der tiefsten Pfalz, den Vogesen oder im Norschwarzwald sein….wo kein Handy mehr funktioniert und man abseits mit ggf. unerfahrenen Kunden unterwegs ist, kann es schon mal wild werden. Einsame Gegenden in Gebirgsstöcken sollten ebenso wie große Waldareale als „Wildnis“ im Sinne der eingeschränkten Möglichkeiten gesehen werden….sie haben sehr oft Wildnischarakter – und fordern Wildnisverhalten

Winterwildnis

Winterwildnis>> ist besonders schön und fordert wohl am meisten von Mensch und Material. Die Umgebung ist lebensfeindlich>>…aber nur auf den ersten Blick! Mit Know How, Fitness und gutem Material bietet sie euch beste Möglichkeiten für echte Abenteuer. Inspiriert von der Erfahrung von 20 Jahren Dienst als Gebirgsjäger und ausgiebigen Winterabenteuern, z.B. in Lappland, haben wir für euch als Guides den zert. WinterGuide (GAE)>> aufgelegt, der als Guide-Spezialisierungs-Lehrgang die Ausbildung komplett auf den Aspekt Winter legt. Die Seite von Peter Mayer bietet für Auge und Sinne einfach wunderbare Anregungen. Wir dürfen dankenswerter Weise darauf verlinken und auch Bilder von ihm nutzen. Dort wird der zert.WinjterGuide (GAE) unter anderem ausgebildet. Zum Winter weiterlesen>>

Sonderfall Bergtrekking und Fjälltrekking

Diese beiden Bereiche werden derzeit beschrieben und werden zeitnah eingestellt (Stand 05/2018)

Allgemeine Betrachtungen

Was wichtig zu bedenken ist, ist, dass sich die Verhältnisse in wirklich wilden Gegenden  im herbstlichen Kahlfjäll, den Trogtälern des Sarek oder am Nordkalottleden so schnell derart verändern können, dass gutes Wissen, Selbstsicherheit und Respekt vor den Naturkräften gefordert sind. Diese Werte müssen intensiv geübt und verinnerlicht werden. Für die Einheimischen sind das die normalen Werte des Tages…für Zivilisationsmenschen aus Mitteleurope steht erst einmal viel Lernen auf dem Programm.

Gute „Wildnisführerausbildungen“ beinhalten auch…..Wildnisnotfalltraining. man braucht es meist nicht….Solange, bis man im unerwartet früh verschneiten Herbst dann doch mal an Seen kommt, deren Boote bereits eingeholt und die kleinen Stahlbrücken schon abgebaut sind und nach einem Sturz aufs Knie oder bei „nur“ einem gebrochenen Handgelenk dringend Hilfe benötigt…..die durchaus Tage auf sich warten lassen kann. Was tun in der Zeit…? Alleine dies ist bereits ein Grund für unser intensives Wildnistraining. Dazu muss niemand nach Alaska fahren…Schweden reicht vollauf!

Der bald wichtigere Grund sind aber eure Gäste, von denen viele nur ihren Heimatwald kennen oder die sich schlicht keine Sorgen machen wollen…..sie vertrauen sich euch ja guten Glaubens an.

TRAIN as you guide. Erschlossen ist relativ! Daher bindet die Ausbildung zum gepr. WildnisGuide (GAE) bewusst z.B. auch Elemente des FjällGuides(GAE) mit ein, um allen Teilnehmern ein realistische Bild und genügend Erfahrung schon im Training zu geben und das Gelände zu nutzen, dass die meisten Aspekte abdeckt….das Fjäll. Weit draussen und intensiv.

 

Ein besonderes Denken

In der Ausbildung trainieren wir mit euch intensiv das notwendige Wildnisdenken und üben übliche Handgriffe, die an sich weder im deutschen Wald noch in Schweden notwendig sind…dort laufen keine Grizzly herum (aber in Schweden z.B. zunehmend Braunbären…worauf keine weitere Ausbildung im deutschsprachigen Raum bislang adäquat reagiert hat!). Bei uns ist man nur höchst selten (eigentlich nie) für Wochen außerhalb jeglicher Handyverbindung. Ihr werdet i.d.R. auch nicht von Buschpiloten abgeholt, die mit 60 Jahre alten, einpropellerigen Maschinen auf 70 m Geröllstrand landen…während ihr am letzten Tag der Tour hofft, dass der einsetzende Schneefall dies nicht unterbindet. Und man dann eben nochmal 200 km weiterpaddeln muss…..

Und doch könnt ihr eure Grundlagen hervorragend vor der Haustür üben. Für den Rest muss es dann im echten Gelände sein.

Das Training

Wir trainieren diese Fähigkeiten mit euch ganz bewusst, um tolle Touren zu unterstützen und euch Sicherheit aus dem Wissen und Können, unverkrampft und entspannt, aber doch wachsam erleben zu lassen. Ein gesundes, unaufgeregtes  sog. Gefahrenradar weckt im Training zivilisations-verschüttete Instinkte, die in uns allen noch ruhen und sehr leicht aktiviert werden können. Da ist weniger wildnispädagogisches Wissen gefragt, als das einfache, klare Wissen um Natur, die eigenen Kräfte und Ideenreichtum. Dazu passendes Material, Vorbereitung und Übung, gepaart mit eurer Aufmerksamkeit und Rücksicht, Mut und Wachsamkeit…besonders, wenn ihr euch als Guide in Gegenden bewegt, wo man erst einmal auf sich gestellt ist und es reale Gefahren gibt.

Wer z.B. in Spitzbergens Nacht bei -25° C mit einem alten 98er Karabiner Eisbärenwache hält, und für die Sicherheit der Zeltkameraden voll verantwortlich ist, muss auf dem Posten sein. Dazu müsst ihr wissen, was wann wie zu tun ist…..ohne Ausbildung und Training wird das evtl. was…aber das ist zu wenig.

Die Ausbildung

Der gepr. WildernessGuide (GAE) bezieht sich auf die Werte, die in anderen Ländern auch ausgebildet werden. Diese führen wir mit Freude und Kreativität fort und bauen sie jährlich weiter aus.



 

 


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