Häufige Fehler bei der Orientierung

Nach Kompass oder GPS gehen, Standorte feststellen oder mit Fremdkarten zu arbeiten hat ein paar Tücken ….hie findet ihr einige absolut grundlegende Tipps aus 40 Jahren Erfahrung, wie ihr es vermeidet, falsch zu laufen und um euch schnell zurecht zu finden. Es gilt stets der Grundsatz: „Für Abkürzungen haben wir keine Zeit“!


Häufige Fehler bei der Orientierung

Falsches Material für den falschen Job
Sich klar sein über Nachladung des GPS (Akku oder Batterie unterwegs), brauche ich Karten im Display, oder reicht die Papierkarte. Welchen Kompass nutze ich …?

Sein Material nicht kennen und beherrschen
Das Material kann nur soviel wie der Anwender versteht und kann! Verstellbare Geräte muss der Nutzer auch sicher einstellen können…die meisten machen das nicht von alleine. Insbesondere GPS sind da eine Quelle der Überraschung wenn es weiter hinausgeht und nicht regelmäßig geübt wird…auch der Kompass muss immer wieder mal aufgefrischt werden.

Veraltetete Karten
Nach max. 10 Jahren sind topographische Karten definitiv reif fürs persönliche Museum! Je nach Ort und Lage auch früher…und GPS Geräte mit Kartensammlungen müssen regelmäßig upgedatet werden.

Zeitdruck und Hektik
Wer was sucht, sollte sich Zeit lassen und ggf. nochmal checken. Oder eine zweite Person hinzuziehen…insbesondere in stressigen Situationen, in unübersichtlichen Lagen/Gelände oder wenn man schlicht müde und erschöpft ist.

„Ich wünsch mir was
Wer was sucht und besonders wenn es unterwegs wichtig ist, der neigt schon mal dazu, sich Karte und Gelände solange hinzudrehen, bis es im Kopf übereinstimmt…obwohl klar zu sehen ist, dass es nicht passen kann:-). Das Gehirn hat da einiges auf Lager. Merke: der Kompass lügt nicht, wenn er richtig benutzt wird und keine ablenkenden Umstände vorliegen…das eigene Gefühl kann schon mal sehr trügen.

Unbeabsichtigte Ablenkung des Kompass
Nägel, Messer, Eisengegenstände, batteriebetriebene Gegenstände, Kugelschreiber, Blechtöpfe, Motoren, Autos, Eisenbewehrungen in Brücken und Pollern, Hochspannungsleitungen, Werkzeuge, Erdkabel, Erd-/Gesteinsmagnetismus. Beim Arbeiten mit dem Kompass im Dunkeln ggf. mit der Lampe sich oder die direkte Umgebung noch mal ableuchten..:-)

Nichtnachstellung des Höhenmessers
Nur wer seinen Höhenmesser unterwegs immer wieder nachstellt, kann sich recht sicher sein, auch verlässliche Werte zu erhalten. 

Falsches Einstellen des Kompass
Die Verwechslung der Nord-/Südmarkierung auf der Kompassnadel kann um 180° verdrehte Ergebnisse ergeben.

Maßstab falsch umrechnen
Aus der beste Rechner tut manchmal gut daran, unterwegs nicht im Kopf (sondern schriftlich!) oder nicht alleine zu rechnen…wer müde ist macht Fehler.

Ungenaues Arbeiten mit Stift, Lineal und Kompasskanten
Auf der Karte zu arbeiten ist Maßarbeit…mit Hektik und mal eben husch- husch wird es ungenau. Und Abweichungen auf dem Papier ergeben im Gelände ggf. weite echte Abweichungen, die mit fortlaufender Strecke größer werden.

Zu lange Peilabstände
Für den Marsch nach Kompasszahlen sollten die Etappen nicht zu groß gewählt werden..Abweichungen sind da vorprogrammiert.

Gehen nach Kompass
– Den Kompass nicht absolut waagerecht zu halten schafft eine am Boden der Dose schleifende Nadel (Inklination).
– Beim normalen Auspendeln der Nadel beim Gehen immer wieder irgendwie ein bisschen „nachkorrigieren“ ergibt garantiert Abweichungen.Einfach auf Kurs bleiben und der Versuchung widerstehen….

Karte/Kartenrand  falsch/nicht  lesen
Der Kartenrand erklärt oft den Karteninhalt – ihn  nicht oder nur ungenügend auslesen und nutzen können, kann gravierende Folgen haben…man erhält wichtige Infos über den Karteninhalt nicht (genau)

Fehlende Kenntnisse
Wer die Grundbegriffe der Geodäsie und der Orientierung nicht kennt, kann z.B. auf fremdsprachigen Karten ohne Übersetzung nicht sicher sein, die Inhalte richtig auslesen zu können.
Hier geht es zur Seite „Fachberiffe der Orientierung“ weiterlesen>>

Kleine Ziele im Wald direkt angepeilt und vorbei gelaufen
Wer kleine Ziele (z.B. eine Hütte im Dickicht)  mit einer Kompasszahl anpeilt, sollte bewusst daneben peilen und eine Auffanglinie nutzen (z.B. Bach) um dann an dieser bis zum Ziel zu gehen…sonst weiß er nie, ob er rechts oder links in die Tiefe des Waldes dran vorbei gelaufen ist….


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