Outdoor Kochtip des Monats


Der Tourentag war lang und nun beginnt der leckere Teil der Tour…kochen auf Feuer und Kocher! Eine Kunst und ein Erlebnis für sich. Wer will schon Tütenfutter, wenn dicke, frische Barsche warten…??? Oder sich am Wegesrand ganz frische Kräuter finden, im Herbst auch Früchte und ganzjährig Pilze. Im Camp hat man meist ein bisschen mehr als im Rucksack…da lässt sich dann leicht so richtig zaubern.


Allgemeine Tips zum Kochen draußen:

  • Abfall und Frisches nie gemeinsam lagern oder transportieren.
  • Lebensmittel vor Fraß und Fäulnis schützen.
  • Für Hygiene und Kühlung  ist stets zu sorgen. Eingeschränkte Möglichkeiten definieren, was geht und was nicht. 
  • Auch draußen Hände waschen, Messer reinigen und Schüsseln etc. sauber halten.
  • Geruch, Äußeres und Konsistenz vor Zubereitung gründlich prüfen.
  • Speisen wie Fisch, Geflügel und Hackfleisch mit Vorsicht nutzen…sie kippen schnell und leicht.
  • Reste gut kühlen.
  • Frisch zubereitete Materialien gut durchgaren.
  •  Zeit nehmen beim Kochen..gründlich arbeiten.

Für das Wohlbefinden haftet letztlich der Koch.. 🙂


November 2019
“ Wildpilzpfanne“

Für 4 Personen wird benötigt:

  • ca. 800 Gr zweifelsfrei identifizierte Pilze
  • 2 starke Zwiebeln
  • 50 Gr geräucherter Speck/Bauchfleisch
  • Knofi
  • Sahne oder Craime Fraiche
  • Zucker, Salz und Pfeffer
  • Kräuter der Provence
  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Stück Butter
  • Speiseöl
  • Milch
  • Kartoffeln oder Brot als Beilage
  • Die Pilze abbürsten (nicht waschen!), Schwamm ggf. entfernen und in kräftige Stücke schneiden
  • Zwiebeln in Ringe schneiden, Knoblauch, Petersilie und Schnittlauch hacken
  • Speck mit Zwiebeln in Butter und Öl anrösten und glasig werden lassen.
  • Pilze mitrösten und köcheln lassen.
  • Nach einer Weile mit Sahne ablöschen und Pfeffer, Salz und Kräuter der Provence hinzugeben. Ganz kure aufkochen, weiter köcheln lassen.
  • Ggf. mit Milch etwas auffüllen. 
  • Schnittlauch und Petersilie dazu geben.
  • Achtung…Pilze immer zweifelsfrei kennen bevor man sie isst…:-). Pilzberatungsstellen…>> gibt es in vielen Regionen, für Anfänger lohnt sich der Gang mit einem erfahrenen Pilzsammler…Von der „Beratung“ (mit dem Ziel sie zu essen!) durch Hobbysammler  in Facebookgruppen raten wir dringend ab. Lediglich zum Mitlesen und Kennenlernen können sie hilfreich sein…Frage: Woran erkennt man einen guten Pilzsammler…? Antwort: Daran dass er ohne Bauchweh alt geworden ist:-)

Oktober 2019
“ Lachs vom Brett“

Für 6 Personen wird benötigt:

  • 1/2 gr. Lachs (oder anderen Fisch!)
  • 2 Zitronen/Limetten
  • Salz
  • Pfeffer
  • Kartoffeln
  • Remoulade aus Creme Fraiche und Kräutern
  • Den Lachs mit der Fleischseite nach oben auf ein sauberes Brett nageln. Dazu nicht verzinkte Nägel oder Holznägel nutzen.
  • Das Brett so neben das Feuer stellen, dass die eigene Hand beim Hitzetest gerade noch ca. 3 Sekunden zwischen Flamme und Lachs passt…:-)
  • Den Lachs so lange stehen lassen, bis das Eiweiß auszutreten und zu gerinnen beginnt. Dann ein paar cm zurücknehmen und noch mal etwas Zeit geben.
  • Kartoffeln rechtzeitig aufsetzen und kochen, als Salzkartoffeln mit der Remoulade servieren.
  • Achtung! Bei fehlender Kühlung oder in der prallen Sonne ist sich schnell eine Vergiftung zugezogen. Daher stets auf Hygiene und Kühlung bis unmittelbar zur Zubereitung achten.  Reste nicht mehr aufwärmen und nie noch mal ungekühlt servieren.

September 2019
“ Frikadellen vom Feuer“

Für 4 Personen (10 Frikadellen) wird benötigt:

  • ca.800 -100 Gr gemischtes Hackfleisch 
  • 2 Zwiebeln
  • 100 g Semmelbrösel oder 1 eingeweichtes altes Brötchen
  • w.v. 2 Eier 
  • 30 g Senf
  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Knoblauch
  • 2 TL Majoran
  • 2 TL Paprikapulver
  • Pfeffer
  • Salz
  • 30 Gr fein geriebener Käse
  • hoch erhitzbares Öl oder Butterschmalz (KEIN Olivenöl)
  • Die Zutaten vermengen und abschmecken, feste per Hand durchkneten..dabei auf Hygiene achten! Nicht in der Sonne arbeiten…bei fehlender Kühlung wird von dem Gericht abgeraten!
  • Einzelne Frikadellen formen und direkt in die heiße Gusseisenpfanne/Murrikka geben.
  • Ggf. mit einem Deckel abdecken um schneller zu garen und weniger Feuchtigkeit zu verlieren.
  • Gut durchgaren!

August 2019
“ Hecht von der Murrikka“

Für 6 Personen wird benötigt:

  • 1 frischer Hecht (komplett am Stück ca. 50 cm lang)
  • Kartoffeln nach Augenmaß
  • Butter
  • hoch erhitzbares Öl (kein Olivenöl!)
  • Salz
  • frische Kräuter
  • Hecht ausnehmen und schuppen, Kopf und Schwanz abtrennen, Hecht in Koteletts schneiden.
  • nicht stärker als 4-5 cm!
  • Murrika erhitzen und Öl heiß werden lassen.
  • Fischteile hinein geben und beidseitig scharf braten (sie sind gar, wenn sich die Flossen per Hand ohne Widerstand ausziehen lassen und an den Gräten dabei kein Fleisch mehr hängt).
  • Parallel Kartoffeln kochen und als Salzkartoffeln oder kurz in dem Bratfett gewendet servieren.
  • Nach dem Braten schnell und heiß servieren.
  • Achtung!
    Gräten sind lebensgefährlich wenn sie verschluckt werden…wer Fisch serviert, sollte sich über den sog. „Heimlichgriff“…>> auskennen…er kann lebensrettend sein, wenn sich die Gräte querstellt. Eine andere Varianten ist der kräftige Schlag zwischen die Schulterblätter..>>
  • Gräten daher VOR dem Essen mit der Gabel ausstreichen und ziehen….soviel Zeit muss sein. Nicht in großen Schlinghappen essen, sondern in kleinen Portionen und mit Bedacht…mit der Zungenspitze beim Kauen das Fleisch auf Gräten abtasten…

Juli 2019
„Trapper-Spätzle mit Pilzen und Trockenfleisch“

Für 2 Personen wird benötigt:

Für die Trapper-Spätzle:

  • ca. 200 Gr Mehl
  • ca. 40 ml Wasser oder Milch
  • Prise Salz

Für das Geschnetzelte:

  • 200 Gr frisches Fleisch oder passend Trockenfleisch (leicht vorgewässert in sehr dünnen Streifen)
  • Gewürze nach Wahl
  • Pilze
  • Sahne, Milch oder Milchpulver (ggf. auch Frischkäse, Creme Fraiche oder Yoghurt)
  • getrocknete oder frische Pilze
  • Zwiebeln
  • Würfelspeck
  • Knofi
  • klein gehackte Paprika
  • Schnittlauch 
  • ggf. Wildkräuter 
  • Spätzleteig (auch ohne Eier problemlos!) anmachen und z.B. mit Messerrücken von einem leicht feuchten Brett in dünnen Strängen in siedendes Wasser schaben. Kommen sie hoch, sind sie fertig. In den Teig können alle Sorten Kräuter, Speckflocken, Hackzwiebeln, Saat oder Körner gegeben werden. Das Geschnetzelte in einer Pfanne vorbereiten und heiß über die Trapperspätzle geben.

Juli 2019
„Dicke Pfannkuchen aus der Pfanne“

Für 1 Personen (2-3 Pfannkuchen je Person) werden benötigt:

  • 1 Ei
  • 1 Tasse (ca. 125 ml) Mehl
  • 1 Tasse (ca. 125 ml) Milch
  • 1 gestrichener Teelöffel Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Fett zum Braten (Pflanzenöl, Butterschmalz)
  • Zunächst Mehl in eine Schüssel geben, Ei und Milch dazu und gut verrühren. Zuletzt Salz und Backpulver hinzugeben und noch einmal unterrühren.
  • Fett in einer Pfanne erhitzen (Nicht zu heiß werden lassen!)
  • Handtellergroß den Teig in die Pfanne gießen. Die Pfannkuchen sollen leicht im Fett schwimmen.
  • Wenn die Bläschen auf der Oberfläche nach kurzer Bratzeit beginnen zu platzen ist es Zeit die Pfannkuchen zu wenden. 
  • Nach und nach die einzelnen Kuchen ausbacken und auf einen Teller Stapeln.
  • Die Pfanne darf nicht zu heiß werden, es muss öfters Fett nachgegeben werden
  • Wahlweise mit Marmelade, Ahornsirup, Butter, Rübenkraut, Puderzucker oder herzhaft mit Käse und Schinken servieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! 
  • Dieses Rezept reicht für eine Person, es lässt sich aber für beliebig viele Mitesser vergrößern!

Juni 2019
„Fladenbrot aus der Gusseisenpfanne“

Für 5 Personen (2 Fladen je Person) werden benötigt:

  • 500 Gr. Mehl (Mehlsorten können wahlweise gemischt werden) mit einem Beutelchen Trockenhefe vermengen (50-100 Gr. Mehl übrig behalten um bei zu feuchtem Teig nach zu mehlen sowie für die Arbeitsfläche).
  • Zucker und Salz nach Geschmacksvorlieben zugeben.
  • Wasser portionsweise dazu geben und in einer Schüssel oder Topf mit einem stabilen Löffel durchkneten bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt. Ggf.Nachmehlen!
  • Teig abgedeckt und ohne Zug  stellen und gehen lassen bis er sich ca. verdoppelt hat. Nochmals kneten.
  • Pfanne erhitzen, Öl aufwärmen.(Nicht zu heiß werden lassen!)
  • Teig in gleichgroße Stücke teilen und einzeln in einer Pfanne mit heißem Pflanzenöl ausbacken.
  • Fladen können mit wenig Hitzezufuhr gut gebacken werden, da die Pfanne, wenn sie einmal richtig heiß ist, nicht mehr prall aufgeheizt werden muss!
  • Die Fladen können mit allem und zu allem gegessen werden.

Mai 2019
„Karotten mit Speck und Knoblauch“

Für 4 Personen werden benötigt:

  • 800 Gr. Karotten, waschen und in ca 1.cm dickes Streifen schneiden
  • entweder vorkochen oder später in die heiße Murrika oder Pfanne geben
  • 300 G gewürftelten Speck Speck anbraten
  • 3 Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und dazugeben
  • Karotten hinzufügen und ca. 4 EL Öl (Raps, Sonnenbliume, Weizenkeimöl)
  • abschmecken mit Salz,Pfeffer,Muskat, kräftige Wildkräuter, Korinader,Curry, Kerbel, Beinwell passen gut dazu 
  • Unter ständigem Wenden und Heben garen
  • Knoblauch klein hacken und kurz vor Garende hinzugeben, kurz mitbraten 
  • Feuer bzw. Kocher nicht zu heiß brennen lassen, ggf. Pfanne am äußeren Rand der Feuerstelle aufstellen
  • Als Beilage passen Kartoffeln, Cous Cous, Nudeln oder schlicht frische Brotfladen mit Butter

April 2019
„Deftige Holzknechtpfanne“

Für 2 Personen werden benötigt:

  • 400 Gr. durchwachsener Bauchspeck, geräuchert in kräftigen Stücken, ca. 1 cm dick (ggf. ohne Schwarte)
  • 1 Eßlöflel Pflanzenöl erhitzen und Stücke heiß anbraten und auslassen
  • Wenn sie knusprig werden, gut mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Knoblauch und Pilze passen sehr gut dazu
  • Frische Brotfladen, Kartoffeln oder Bohnen dazu reichen

In der Eisenpfanne mit genügend Öl und mäßiger Hitze brennt i.d.R. fast nichts an…je dicker die Patina in der Pfanne mit der Zeit wird, um so mehr Aromen werden freigesetzt!

Die Pfanne NIE mit Spülmittel auswaschen….nur mit Heißwasser!


März 2019
“ Chickennuggets in der Gusseisenpfanne“

Für 2 Personen werden benötigt:

500 Hähnchenbrust oder ähnliches Fleisch, 150 Gr. Paniermehl, 100 Mehl, 2 Eier, Salz/Pfeffer, 150 ml Speiseöl 

  • Fleisch  in gleich große Streifen (ca. 3 cm) schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Eier verquirlen und Fleischstücke im Mehl wenden.
  • Dann die bemehlten Teile in die Eier tauchen und danach im Paniermehl panieren.
  • Das Pflanzenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen und  die Hähnchennuggets (fast schwimmend) ca. 3 min. von jeder Seite darin goldgelb ausbacken.
  • Genauso kann auch mit Fischteilen oder anderen Fleischstücken oder Kartoffelstreifen als Pommes verfahren werden.

Auf dem Feuer die Flamme sehr gleichmäßig halten und bei einem ggf. entstehendem Fettbrand die Flammen NUR ersticken oder ggf. abseits des Feuers ausbrennen lassen. Niemals Wasser nutzen zum „Löschen“!


Februar 2019
„Hühnchen vom Feuer“

Für 2 Personen wird benötigt:

  • Das Huhn (ca.  säubern, bei gekauften die Innereien im Plastikbeutel aus dem Inneren entfernen, bei gefangenen die Innereien ausräumen und innen sauber waschen.
  • Das Huhn salzen, Pfeffern und auch innen würzen.
  • Eine Soße aus Öl, Gewürzen und Butter bereiten und aufschmelzen um das Huhn regelmäßig zu bestreichen.
  • Das Huhn auf einen Stock spießen und mit (zinkfreiem!) Draht befestigen oder einen Doppelstock nutzen, um Rotieren zu vermeiden.
  • Den Spieß in der Abstrahlhitze der Flammen seitwärts, oder über Glut auch drüber aufhängen und regelmäßig mit der Tinktur bestreichen.

Das Huhn muss sehr gut durch sein und darf nie halbroh gegesssen werden! Wenn das Fleisch auch in der Tiefe weich und leicht erkennbar etwas faserig, ohne rosa Färbung oder Ausfluss ist, ist es i.d.R. gut.


Januar 2019
„Barschsuppe vom Feuer“

Für 2 Personen wird benötigt:

  • 1 gr. Barsch (ca. 25 cm) ausnehmen und entschuppen (oder auch Haut abziehen), waschen und leicht salzen
  • Barsch in Steaks schneiden
  • Steaks in kochendes Wasser werfen, mit Fischbouillonwürfel würzen
  • Pfeffer, Wacholder, frische Wiesenkräuter dazu werfen
  • Kochen , bis die Flossen mit der Hand ohne Widerstand ausziehbar sind
  • Bei kleinen Fischen nur kurz kochen, dann ziehen lassen.

Dazu frische Brotfladen oder Kartoffeln reichen.


Dezember 2018
„Steak über der offenen Flamme“

Für 2 Personen werden benötigt:

  • Je Person 200 Gr. Fleisch werden auf einen Rost oder Stecken platziert und können sowohl über der Flamme auch auch über einer heißen Glut schnell gegart werden. Dickere oder größere Stücke gleichmäßig zu garen verlangt Übung.
  • Leicht salzen und ohne Tinkturen und Marinaden  auflegen und „in Bewegung halten“…d.h. regelmäßig und in kurzer Folge wenden, um Anbrennen zu vermeiden.
  • In der offenen Flamme kann das Fleisch nur kurz bleiben.
  • In die Glut tropfendes Fett ist gesundheitsschädlich.
  • Das Fleisch kann auch seitlich, auf 2 Stöcke gespießt neben dem Feuer aufgestellt werden..die Abstrahlhitze gart es zuverlässig und tropffrei.
  • Von größeren Stücken kann wie beim Dönerspieß scheibchenweise abgeschnitten werden.

November 2018
Warmgeräucherter Fisch im Camp“

Für 2 Personen werden benötigt:

  • Je Person eine ausgenommenen Forelle, Äsche, Barsch oder Weißfische  etc. von je ca. 300 Gr. Endgewicht.
  • Den Filsch entschuppen und gründlich abwaschen. 
  • In eine kräftige Salzlake legen und w.m. über Nacht kühl lagern. 40-70 Gr .Salz je Liter. Oder Trockensalzen: einreiben und in Tuch/Folie kühl lagern, danach kurz abwaschen un trocknen.
  • Fisch im Wind (nicht in der Sonne!) kurz trocknen, dann in den Räucherofen hängen.
  • Räucherofen unterwegs: Dreibein aus Holz bauen, mit einer nassen Stoffplane/Wolldecke,  oder angelehnten Hölzern und Laub oder Lehm etc. abdecken.
  • Unten drin eine kleine Feuerstelle mit kräftiger Glut und einem dicken, kräftig rauchenden Holz ca. 2-3 Stunden glimmen lassen. Offene Flamme vermeiden. Tropfendes Fett auffangen.
  • Fische warm räuchern ist zwischen 25°C und ca. 50 °C, Heißräuchern ist über 55°C. 
  • Warm-/heißgeräucherter Fisch ist i.d.R. je nach Aussentemperatur 1-2 Tage haltbar.
  • Gar ist er, wenn sich die dünnen Bauchlappen leicht abspreizen und die Flossen ohne Kraft aus dem Fleisch locker gezogen werden können.